Im Fokus des ersten Tages standen die Wertschöpfungsketten der Sonderkulturen – ein Bereich, in dem Sachsen-Anhalt auf jahrzehntelange Tradition und Expertise aufbauen kann. Die acht Projekte aus Leuchtturm 3 zeigten eindrucksvoll, wie digitale Methoden von der räumlichen Transkriptomik über KI-gestützte Biokatalyse bis zur nachhaltigen Nutzung von Obstresten neue Perspektiven für die Region eröffnen. Besonders deutlich wurde dabei, dass die Digitalisierung nicht Selbstzweck ist, sondern gezielt hilft, wertvolle pflanzliche Rohstoffe effizienter zu nutzen und neue, teils hochpreisige Märkte zu erschließen.
Die Bioökonomie eröffnet Sachsen-Anhalt ein breites Chancenspektrum über viele Schlüsselbranchen hinweg, insbesondere wenn regionale Qualität und Herkunftskennzeichnung mit dem Bewusstsein verknüpft werden, dass hier Zukunftsfelder entstehen. Der Austausch beim Get-together im Weinberg Campus Innovation Hub zeigte: DiP entwickelt sich von einem Forschungsverbund zu einem echten Transformationsnetzwerk für die Region.
Abgerundet wurde Tag 1 des 2. DiP-Statusseminars mit fünf parallelen Workshops, in denen die Verbundpartner*innen gemeinsam Transfermöglichkeiten erarbeitet und Dialogformate entwickelt, die Forschung von BegleitDiP vorangebracht und den Forschungsdatenaustausch besprochen haben. Neu und besonders gut angenommen: Ein Praxisworkshop zu Bioinformatik.
Am Abend blieb viel Raum für die Vertiefung der Gespräche und weiterer Kooperationsanbahnungen.