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DiP auf der Grünen Woche 2026: Großes Interesse an Bioökonomie-Forschung aus Sachsen-Anhalt

Grüne Woche 2026: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär besucht DiP-Stand
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär informiert sich zu DiP, DiP-NA-WIR und DiP-Tres2Cera; Im Gespräch sind (v.l.n.r.) Rektorin der HS Magdeburg-Stendal Prof. Dr. Manuela Schwartz, Rektorin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Prof. Dr. Claudia Becker, Dr. Arianne Schnabel (IPB Halle) von DiP-NA-WIR, Prof. Dr. Elena Kashtanova (Dekanin LÖL HS Anhalt), DiP-Sprecher Prof. Dr. Klaus Pillen (MLU), Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Prof. Dr. Bernhard Westermann (IPB Halle) von DiP-Tres2Cera sowie Präsident der HS-Anhalt Prof. Dr. Jörg Bagdahn.

Die zehntägige Präsenz der Modellregion DiP Sachsen-Anhalt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin war ein voller Erfolg: Hochrangige politische Besuche, intensive Fachgespräche und großes Publikumsinteresse prägten den Messeauftritt vom 16. bis 25. Januar 2026.

Politik würdigt DiP-Forschung

Die hochkarätige politische Resonanz zeigte die strategische Bedeutung der DiP-Forschung für die Region: Am Gemeinschaftsstand der Hochschulen Sachsen-Anhalts (Halle 23b, Stand 243) informierten DiP-Sprecher Prof. Dr. Klaus Pillen sowie ausgewählte DiP-Verbundprojekte über die vielfältigen Forschungsprojekte zur Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten im Strukturwandel des Mitteldeutschen Reviers.

Sachsen-Anhalt-Tag am 20. Januar: Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Landwirtschaftsminister Sven Schulze und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann informierten sich gemeinsam über die Fortschritte der Modellregion. Die drei Spitzenvertreter des Landes zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der vorgestellten Lösungsansätze – von KI-gestützter Pflanzenzüchtung über klimaresiliente Anbausysteme bis zu biotechnologischen Innovationen.

Bundestagsabgeordnete Anna Aeikens nutzte die Gelegenheit für einen intensiven Austausch über die konkrete Umsetzung der Forschungsergebnisse in die landwirtschaftliche Praxis der Region.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär wurde am DiP-Stand von den Leitungen der DiP-Partnerhochschulen empfangen: MLU-Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker und Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Bagdahn (Hochschule Anhalt). Sie informierte sich über die vielfältigen F&E-Ansätze in den DiP-Verbundprojekten. Besonderes Interesse galt den Projekten aus dem Leuchtturm „Neue Wertschöpfungsketten der Sonderkulturen“: DiP-Tres2Cera zeigte, wie aus Apfeltrester hochwertige Ceramide für Hautschutzprodukte und Impfstoff-Adjuvantien gewonnen werden. DiP-NA-WIR präsentierte den Anbau klimaresilienter Heilpflanzen wie Rosmarin, Salbei und Chinesischer Buschnessel sowie deren Verarbeitung durch KI-gestützte Verfahren und biotechnologische Veredelung.

Grüne Woche 2026: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär informiert sich am DiP-Stand über den DiP-Verbund, insbesondere über DiP-Tres2Cera und DiP-NA-WIR.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär informiert sich am DiP-Stand über den DiP-Verbund, insbesondere über DiP-Tres2Cera und DiP-NA-WIR.

Forschung hautnah erleben

An verschiedenen Thementagen präsentierte das DiP-Team die Bandbreite der Bioökonomie-Forschung – anschaulich, praxisnah und für alle Besuchergruppen verständlich. Besonders erfreulich war die Resonanz während der barrierefreien Führung am Stand „Forschung für die Zukunft“, bei der die DiP-Projekte und Forschungsansätze zum Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungspfade einem breiten Publikum vorgestellt werden konnten.

Der wertvolle Austausch mit zahlreichen Besuchenden aus Praxis, Wissenschaft und Öffentlichkeit zeigte das große Interesse an nachhaltigen und evidenzbasierten Lösungsansätzen. Die durchweg angenehmen Gespräche und die aufgeschlossene Stimmung bestätigten: Forschung ist besonders wirksam, wenn sie nicht isoliert stattfindet, sondern unterschiedliche Perspektiven einbezieht, um tragfähige und praxisrelevante Lösungen für die Region zu entwickeln.

Superfood aus Sachsen-Anhalt (22. Januar): DiP-SuSaKlim begeisterte die Besucher mit klimaangepassten „Superfoods“ wie Kichererbsen und Amaranth. Die Versuchsfelder der MLU Merbitz werden mit modernster digitaler Feldsensorik überwacht – die Erkenntnisse fließen direkt in Bio-Betriebe und münden im FoodLab in neue regionale Produkte.

Klimaresiliente Agrarsysteme (23. Januar, Tag der Landwirtschaft): DiP-SMART Agroforst demonstrierte eindrucksvoll, wie agroforstliche Systeme Klimaschutz mit wirtschaftlicher Perspektive verbinden und gleichzeitig biobasierte Rohstoffe für die chemische Industrie liefern. DiP-FaiReSyst zeigte am Modell, wie Drohnen, LiDAR-Technologie und KI-Modelle die nachhaltige Nutzung von Feldrainen für Biodiversität und Klimaschutz optimieren.

Präzisionsgenomik für die Zukunft: DiP-DIAMANT präsentierte die digitale Plattform für Genomanalyse, die Long-Read-Sequenzierung mit Künstlicher Intelligenz verbindet. DiPredict ergänzte mit Hochdurchsatz-Screening für trockenstresstoleranten Weizen – eine direkte Antwort auf die Herausforderungen im Mitteldeutschen Trockengebiet.

Die projektintegrierte Begleitforschung des Fraunhofer IKTS rundete das Bild ab: Sie analysiert durch techno-ökonomische und Lebenszyklusanalysen die Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit aller DiP-Innovationen – von der ersten Idee bis zur Marktreife.

Modellregion mit Strahlkraft

Das große Interesse von Politik, Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit bestätigt: Die DiP-Forschung trifft den Nerv der Zeit. Die präsentierten Projekte zeigen konkret, wie der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier durch Bioökonomie aktiv gestaltet werden kann. Traditioneller Pflanzenbau trifft auf digitale Hochtechnologie, regionale Ressourcen werden zu hochwertigen Produkten veredelt, und Green Chemistry ersetzt Schritt für Schritt fossile Rohstoffe.

Die hochrangigen politischen Besuche sind dabei mehr als Aufmerksamkeit – sie signalisieren Unterstützung für die weiteren Schritte beim Aufbau der Modellregion. Mit 19 Forschungsprojekten und rund 50 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung gestaltet DiP die nachhaltige Transformation der Region aktiv mit.

Medienecho: Breite Berichterstattung über DiP auf der Grünen Woche

Die Präsenz von DiP Sachsen-Anhalt auf der Grünen Woche 2026 fand große Resonanz in regionalen und überregionalen Medien:

Mitteldeutsche Zeitung (MZ)

  • Livestream vom Sachsen-Anhalt-Tag mit DiP-Präsentation (ab Min. 19:05)
    Link zum Video
  • Artikel: „Das sind Halles Aushangeschilder bei der Grünen Woche“
    Link zum Artikel

MDR Wissen

  • Beitrag: „Grüne Woche – Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentieren Forschung“
    Link zum Artikel

Campus Halensis (MLU)

  • Artikel: „Grüne Woche: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär informiert sich über DiP-Projekte“
    Berichterstattung über den hochrangigen politischen Besuch mit Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker
    Link zum Artikel

bioökonomie.de (BMFTR-Portal)

  • Artikel: „Digitalisierung in der mitteldeutschen Bioökonomie erleben“
    Ausführliche Darstellung des DiP-Verbunds und der präsentierten Innovationen am Gemeinschaftsstand
    Link zum Artikel

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (LinkedIn)

  • Post: „Ernährung und Landwirtschaft krisenfest machen“
    Hervorhebung der DiP-Forschung im Kontext der Grünen Woche
    Link zum LinkedIn-Post


Grüne Woche 2026: Gruppenbild aller Projekte des Gemeinschaftsstandes "Forschung für die Zukunft" vom 19.01.2026
Gruppenbild aller Projekte des Gemeinschaftsstandes „Forschung für die Zukunft“ vom 19.01.2026
Erfolgreiche Zusammenarbeit am Gemeinschaftsstand
Der Erfolg der DiP-Präsenz auf der Grünen Woche wäre ohne die hervorragende Zusammenarbeit am Gemeinschaftsstand der Hochschulen Sachsen-Anhalts „Forschung für die Zukunft“ nicht möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt Prof. Dr. Elena Kashtanova und Simone Keim (Hochschule Anhalt) für die exzellente Vorbereitung und Gesamtorganisation sowie für die herzliche Aufnahme. Der Gemeinschaftsstand war durch ein echtes Miteinander udn gegenseitigen Austausch geprägt – wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Präsenz!
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