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3 Fragen an Grit Müller

„DiP kann ein Innovationsmotor für die Bioökonomie werden“

Mit Grit Müller übernimmt eine ausgewiesene Industrieexpertin eine leitende Rolle im Beirat des Strukturwandelprojektes DiP – Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten. Als Geschäftsführerin der Salutas Pharma GmbH bringt sie langjährige Erfahrung in strategischer Standortentwicklung und industrieller Wertschöpfung mit.

Grit Müller, Fotograf: Marco Warmuth
Grit Müller, Foto: Marco Warmuth

DiP: Frau Müller, welche Chancen sehen Sie für DiP im Strukturwandel?

Grit Müller: „Die Vielfalt der 19 Projekte im DiP ist beeindruckend. Sie reicht von reinen Digitalisierungsansätzen, die Landwirtschaft – etwa im Umgang mit klimatischen Veränderungen – grundlegend verbessern können, bis hin zu Forschungsprojekten mit dem Potenzial für neue Produkte „Made in Sachsen-Anhalt“. Daraus können neue Geschäftsmodelle entstehen, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen steigen und langfristig Arbeitsplätze geschaffen werden. Entscheidend ist, die Projekte vernetzt zu denken – und konsequent auf den Business Case zu achten, damit tatsächliche Wertschöpfung entsteht.“

Welche strategischen Schwerpunkte möchten Sie im Beirat setzen?

„Messbare Ergebnisse sind gerade für eine strukturschwächere Region essenziell. Forschung ist wichtig und bringt für ihre Entwicklung viel Potenzial mit sich, aber aus guten Ideen müssen am Ende auch Arbeitsplätze werden. Deshalb braucht es starke Partnerschaften mit Wirtschaftsakteuren und einen intensiven Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis. Nur wenn Projektergebnisse in marktfähige Anwendungen überführt werden, entstehen nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Mehrwerte.“

Welchen Beitrag kann DiP zur Resilienz regionaler Wertschöpfung leisten?

„Durch den Austausch von Know-how, Technologien und Best Practices können wir gemeinsam robuste und anpassungsfähige Wertschöpfungsketten entwickeln, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind. Dort wo Lieferketten fragil und geopolitischen Herausforderungen unterlegen sind, können regionale Lösungen Schwachstellen schließen. Die Integration digitaler Lösungen erhöht zudem Effizienz und Transparenz und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Akteure.“