Zunehmende Trockenheit, Erosionsrisiken und extreme Wetterereignisse stellen die Landwirtschaft – insbesondere den Zuckerrübenanbau – vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnen angepasste Anbausysteme zunehmend an Bedeutung.
Ein vielversprechender Ansatz ist die Streifenbodenbearbeitung (Strip-Till): Dabei wird der Boden gezielt nur in der Saatreihe gelockert, während die Zwischenbereiche unbearbeitet und durch Pflanzenreste bedeckt bleiben. So kann Verdunstung reduziert, Wasser besser im Boden gehalten und die Bodenstruktur geschützt werden.
In Kombination mit Unterfußdüngung und Aussaat in einem Arbeitsgang bietet das Verfahren zusätzliche Potenziale: Es kann den Einsatz von Kraftstoff und Dünger reduzieren, Arbeitsgänge bündeln und damit auch Treibhausgasemissionen senken.
Im Rahmen des vom BMFTR geförderten Projekts DiP-ZAZIkI wird dieses Anbausystem von 2025 bis 2027 in Praxisbetrieben erprobt und mit dem konventionellen Verfahren im Zuckerrübenanbau (Mulchsaat) verglichen.
Anlässlich der diesjährigen Aussaat fanden Ende März zwei Feldbegehungen in Sachsen-Anhalt statt. Vor Ort wurden das Verfahren und die eingesetzte Technik demonstriert sowie erste Erfahrungen aus dem Projekt vorgestellt. Ergänzt wurde das Programm durch fachliche Einordnungen, unter anderem zum Pflanzenschutz.
Die Veranstaltungen boten eine Plattform für den Austausch zwischen Landwirtschaft, Beratung, Vertrieb und Forschung. Am Standort Reupzig wurde die Feldbegehung vom Institut für Zuckerrübenforschung gGmbH gemeinsam mit Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG organisiert. Die Feldbegehungen zeigen: Die Verbindung von praktischer Erprobung und wissenschaftlicher Begleitung ist ein zentraler Baustein, um innovative Anbausysteme unter realen Bedingungen zu bewerten und weiterzuentwickeln.
Kontakt: zaziki@dip-sachsen-anhalt.de


