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Neue STEP-Förderung stärkt DiP: KI-Projekt „SYMBIOSA-KI“ erweitert Forschung für die Bioökonomie

Foto: Uni Halle / Markus Scholz

Die Digitalisierung der Bioökonomie in Sachsen-Anhalt erhält weiteren Rückenwind: Das Forschungsprojekt „SYMBIOSA-KI“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird im Rahmen des Programms „Sachsen-Anhalt Wissenschaft STEP“ mit rund 1,26 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln gefördert. Der Förderbescheid wurde am 16. Juli 2026 von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann im Rahmen seiner Sommertour überreicht.

Für den DiP-Verbund ist die Förderung weit mehr als ein neues Einzelprojekt: SYMBIOSA-KI ergänzt zentrale Forschungsansätze von DiP und stärkt die wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung neuer pflanzlicher Wertschöpfungsketten.

Ein biodigitaler Zwilling für die Pflanzenforschung

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines biodigitalen Zwillings der Gerste. Ziel ist es, Wachstum und Entwicklung der Kulturpflanze mithilfe von Künstlicher Intelligenz möglichst realitätsnah digital abzubilden. Dafür werden genetische Informationen, Umweltbedingungen, Pflanzenwachstum sowie Daten zu Boden und Mikrobiom über den gesamten Lebenszyklus der Pflanze zusammengeführt und modelliert.

Auf dieser Grundlage sollen neue Möglichkeiten entstehen, Pflanzenreaktionen besser vorherzusagen und Züchtungsstrategien gezielter zu entwickeln. Langfristig könnte daraus ein KI-gestützter Assistent entstehen, der beispielsweise Pflanzenzüchter*innen oder landwirtschaftliche Betriebe bei Entscheidungen unterstützt.

Ideale Ergänzung für den DiP-Verbund

Die neue Förderung knüpft unmittelbar an die Arbeiten des Forschungsverbundes DiP Sachsen-Anhalt an. Während DiP neue Wertschöpfungsketten auf Basis von Pflanzen und pflanzlichen Nebenströmen entwickelt, liefert SYMBIOSA-KI künftig zusätzliche digitale Werkzeuge, um Pflanzen besser zu verstehen und Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beschleunigen.

MLU-Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker betonte bei der Übergabe des Förderbescheids: „Die neue STEP-Förderung ist die optimale Ergänzung für die Arbeit des Verbundes DiP Sachsen-Anhalt, in dessen Rahmen wir an neuen Wertschöpfungsketten für die Bioökonomie im Süden Sachsen-Anhalts arbeiten. Das Wissen aus dem Projekt wird dabei helfen, neue Züchtungs- und Anwendungsstrategien zu entwickeln.“

Auch DiP-Sprecher Prof. Dr. Klaus Pillen, der den Förderbescheid stellvertretend für Projektleiter Dr. Thomas Schmutzer (DiP-DIAMANT) entgegennahm, sieht großes Potenzial: „Mit SYMBIOSA-KI wollen wir die Digitalisierung im Pflanzensektor entscheidend voranbringen und damit neue Wertschöpfungsketten schaffen sowie bestehende weiterentwickeln.“

Digitalisierung als Schlüssel für die Bioökonomie

Die Förderung unterstreicht die besondere Stärke des Forschungsstandortes Sachsen-Anhalt: Hier treffen international sichtbare Pflanzenforschung, moderne Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz auf eine leistungsfähige Landwirtschaft sowie eine traditionsreiche chemische Industrie.

Genau an dieser Schnittstelle setzt auch DiP an. Ziel des Verbundes ist es, digitale Technologien für eine nachhaltige, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Bioökonomie nutzbar zu machen – von klimaangepassten Kulturpflanzen über neue biobasierte Produkte bis hin zu regionalen Wertschöpfungsketten.

Mit SYMBIOSA-KI erhält dieses Innovationsökosystem nun einen weiteren wichtigen Baustein. Die im Projekt entwickelten Methoden können künftig dazu beitragen, Forschungsprozesse zu beschleunigen, neue Pflanzenmerkmale besser vorherzusagen und Innovationen schneller in praktische Anwendungen zu überführen. Damit stärkt das Vorhaben nicht nur die Spitzenforschung in Sachsen-Anhalt, sondern auch die langfristigen Ziele des DiP-Verbundes, den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier aktiv mitzugestalten.

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