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Erfolgreiches 3. DiP-Statusseminar: Weiterentwicklung im Verbund und starke regionale Vernetzung

Am 22. und 23. September 2026 kamen am Heidecampus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg rund 140 Teilnehmende zum dritten Statusseminar des Forschungsverbunds Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten (DiP) zusammen. Neben Vertretern der einzelnen DiP-Projekte folgten auch Fördergeber des BMFTR und des Landes Sachsen-Anhalt sowie Akteure der regionalen Wirtschaftsförderung der Einladung. Der Fokus der diesjährigen Tagung lag auf der weiteren Entwicklung und Zusammenarbeit innerhalb des Verbunds sowie mit der Region.

Interaktive Workshops und neue Formate

Neben den klassischen Statusberichten prägte ein vielfältiges Workshopangebot das Programm, das in diesem Jahr größtenteils direkt von den DiP-Projektpartnern ausgestaltet wurde. In den Sessions standen praxisnahe Zukunftsfragen im Mittelpunkt:

  • Relevanz und Verwertbarkeit von Nebenströmen (Fraunhofer IKTS)
  • Downstream Processing in der chemisch-biotechnologischen Produktion (Fraunhofer CBP)
  • Nachhaltigkeitsbewertungen mit der HILCSA-Methode des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ
  • Einsatz von KI in der datengetriebenen Forschung (DiP-KS mit DiP-Projekten)
  • Verwertungsstrategien frühzeitig im Blick – wie erfolgreicher Transfer bereits mitzudenken ist (TGZ Halle)

Zusätzlich bereicherten zwei neue Formate das diesjährige Statusseminar: In einer Young Researchers Poster Session wurden 20 wissenschaftliche Beiträge aus den drei DiP-Leuchttürmen präsentiert. Am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages bot ein Marktplatz der Wirtschaftspartner Raum für intensiven Dialog. Hier tauschten sich Industriepartner, mehrere Bioökonomie-Start-ups vom benachbarten Weinberg Campus sowie Forschungsdienstleister aus dem DiP-Akteurskreis über konkrete Anknüpfungspunkte, neue Ideen und aktuelle Bedarfe aus.

Inspirierende Keynote zur Chemie als Kreislaufwirtschaft

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Keynote von DiP-Beiratsmitglied Prof. Dr. Peter Seeberger am zweiten Veranstaltungstag. Er veranschaulichte eindrucksvoll die Vision einer Chemie als Kreislaufwirtschaft. Das von ihm wissenschaftlich geleitete Center for the Transformation of Chemistry (CTC) bildet einen zentralen Baustein für den grundlegenden Wandel in der chemischen Industrie. Da das CTC neben Recycling stark auf nachwachsende Ressourcen setzt, zeigten sich hier zahlreiche Schnittmengen zu den Ansätzen des DiP-Verbunds.

Regionale Impulse: Gemeinsam den Wandel gestalten

Einen festen Programmpunkt mit Blick über den Tellerrand bildeten auch in diesem Jahr die „Regionalen Impulse“: Tino Haring (DiP-Beirat und Geschäftsführer der Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis) hob die Bioökonomie als Schlüsselbaustein der „Wissenstransferregion Saalekreis“ hervor. Er lud die gesamte DiP-Community herzlich ein, den Wandel vor Ort aktiv mitzugestalten – insbesondere mit Blick auf den Bau des BioEconomy Hubs, der kürzlich mit der Übergabe eines Förderbescheids offiziell auf den Weg gebracht wurde.

Martine Ballinger vom Public-Private-Partnership Chemstars zeigte auf, wie der Transfer innovativer Laboransätze in den Markt optimal unterstützt werden kann. Das ursprünglich in NRW gegründete Netzwerk ist inzwischen bundesweit aktiv und unterstützt Start-ups dabei, ihre Entwicklung zu beschleunigen.

Das 3. DiP-Statusseminar hat eindrucksvoll gezeigt: Die Ansätze und Innovationen aus den DiP-Projekten fassen zunehmend Fuß, entfalten Wirkung und sind immer stärker mit der Region vernetzt. Der intensive Austausch hat einmal mehr wertvolle Impulse für die künftige Verbundarbeit gesetzt.