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Forschung zum Anfassen: DiP beim Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) 2026

Besuch der BMin Dorothee Bär am DiP-Stand © BMFTR / Czybik & Schmid Media / Zöhre Kurc

Forschung zum Anfassen, spannende Gespräche und ein Besuch der Bundesforschungsministerin: Der Forschungsverbund DiP Sachsen-Anhalt – Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten präsentierte sich am 20. und 21. Juni 2026 beim Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in Berlin mit einem vielfältigen Mitmachangebot für ein breites Publikum.

Unter dem Motto „Challenge accepted! Forschung hat die Antwort!“ öffnete das BMFTR seine Türen für rund 7.500 Besucherinnen und Besucher. Familien, wissenschaftsinteressierte Bürgerinnen sowie Vertreterinnen aus Politik und Medien nutzten die Gelegenheit, aktuelle Forschung kennenzulernen und mit Forschenden ins Gespräch zu kommen.

Bioökonomie zum Mitmachen

Am DiP-Gemeinschaftsstand zeigten sechs Projekte, wie aus Pflanzen und pflanzlichen Nebenströmen neue Wertschöpfungsketten für eine nachhaltige Bioökonomie entstehen können. Vertreten waren die Projekte DiP-DIAMANT, DiP-HyperSpace, DiP-NA-WIR, DiP-Tres2Cera, DiP-PhosFect und DiP-BioCasNavi.

Ob Gen-Code entschlüsseln, Düfte ätherisch-ölhaltiger Arznei- und Gewürzpflanzen erkennen, Ausgangsstoffe und Endprodukte der DiP-Projekte im Memospiel zuordnen oder Pilzmyzelien und Enzyme als Bausteine einer nachhaltigen Bioökonomie entdecken – die interaktiven Stationen machten Forschung greifbar und luden zum Ausprobieren ein. Zahlreiche Gespräche zeigten das große Interesse der Besucher*innen an nachhaltiger Landwirtschaft, Digitalisierung und neuen Nutzungsmöglichkeiten pflanzlicher Roh- und Reststoffe. Hinter den Mitmachaktionen stand eine zentrale Frage: Wie können Pflanzen und bislang wenig oder gar nicht genutzte Nebenströme zum Ausgangspunkt neuer Produkte für Industrie, Chemie oder Gesundheitswirtschaft werden? Und welche Technologien braucht es, um daraus nachhaltige Stoffkreisläufe und regionale Wertschöpfungsketten zu entwickeln?

Wie kann aus einer Kohleregion eine Modellregion der Bioökonomie werden?

Ergänzt wurde der Messeauftritt durch einen Kurzvortrag zum Forschungsverbund. Unter dem Titel „Wie kann aus einer ehemaligen Kohleregion eine Modellregion der Bioökonomie werden?“ wurde vorgestellt, wie Forschung, Wirtschaft und Landwirtschaft im südlichen Sachsen-Anhalt gemeinsam daran arbeiten, den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier aktiv mitzugestalten. Im Mittelpunkt standen neue Wertschöpfungsketten auf Basis von Pflanzen und pflanzlichen Nebenströmen, klimaangepasste Anbausysteme sowie digitale Technologien, die dazu beitragen, Ressourcen effizienter zu nutzen und innovative biobasierte Produkte für Industrie, Gesundheitswirtschaft und Alltag zu entwickeln.

Bundesministerin Dorothee Bär besucht den DiP-Stand

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Bundesministerin Dorothee Bär, die sich am DiP-Stand über den Forschungsverbund informierte und mit den Forschenden ins Gespräch kam. Anschließend erhielt sie am Exponat des Projekts DiP-PhosFect Einblicke in die Forschung zu Enzymen als natürlichen Katalysatoren. Diese können chemische Prozesse nachhaltiger und ressourcenschonender gestalten und eröffnen neue Perspektiven für eine biobasierte Chemie.

Wissenschaft im Dialog

Der Tag der offenen Tür bot dem DiP-Verbund eine hervorragende Gelegenheit, Forschung außerhalb des wissenschaftlichen Umfelds sichtbar zu machen und mit unterschiedlichsten Zielgruppen in den Austausch zu treten. Die vielen Gespräche mit Besucher*innen machten deutlich, dass Themen wie Bioökonomie, Digitalisierung und nachhaltige Wertschöpfung auf großes Interesse stoßen – insbesondere dann, wenn sie verständlich vermittelt und durch Mitmachangebote erlebbar werden.

Für den DiP-Verbund war die Veranstaltung damit weit mehr als eine Präsentationsplattform: Sie bot die Möglichkeit, Forschung verständlich zu vermitteln, mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen und die Potenziale der Bioökonomie für die Zukunft greifbar zu machen.